Chris Martin - das heißt nicht nur super Musik und hervorragende Kopfstimme - ganz besonders bei "Yellow"-, sondern Chris fiel im Laufe des Konzerts im Letzigrund-Stadion auch durch seine Art auf, wie er mit seinen Fans umgeht. Freut sich über Plakate wie "Extra aus Australien angereist" oder "Meine 34. Show" - holt ein Pärchen auf die Bühne, zeigt sich warm und offen.
Kurz: Ein Freudenfest in Zürich mit Tausenden von begeisterten und jubelnden Fans. Besser geht es nicht! Soweit die Akteuere, die Musik und die
Veranstalter.
Doch leider die Tickets und die Betrügereien darum herum:
Wenn man gerade noch froh ist, zwei Tickets zu ergattern, um sie dem Liebsten auf dem Geburtstagstisch legen zu können, dann fällt es vielleicht nicht so auf. Aber nachher schon - wenn man den Preis auf dem Ticket sieht. Und, was alle anderen um einen herum (Floor) bezahlt haben: Rund 400 Euro weniger.
Meine Korrespondenz mit Ticketcorner und dem Veranstalter Live Nation ergab, dass es ein Kampf gegen Windmühlen ist. Es gibt viele betrügerische Plattformen. Viagogo ist auch so eine: Über Viagogo wurden uns teure Tickets verkauft, die ganz einfach gefälscht waren. Ein Fußballspiel in Istanbul, eine lange Schlange vor dem Eingang - alles Besitzer gefälschter Tickets, die viel Geld dafür hingelegt hatten.
Diesmal also Gigsberg. Ich kannte diese Plattform vorher nicht. Und ich bekam auch erst auf drängende Nachfrage über e-comprocessing in London einen Beleg für meine Zahlung. Und klar, als ich Gigsberg wegen dieser horrenden Überteuerung anschrieb, argumentierten sie, dass es ihre Händler seinen, die betrügerisch seien. Sie selbst nur die Plattform. Bitte? Wenn ich das weiß, sperre ich die entsprechenden Händler doch ... im Klartext: Selbst schuld, wenn man am Schluss gefälschte oder überteuerte Tickets in den Händen hält.
Sowohl der Veranstalter "Live Nation" als auch "Ticketcorner" haben mir auf meine Anfrage ausführlich zurückgeschrieben, was ich schon mal erstaunlich und sehr positiv fand.
Live Nation schrieb mir, dass sie genau vor solchen Portalen warnen. Das wären neben Gigsberg auch noch Tixwaves, Ticketbande, Ticketrocket, Viagogo, Global Tickets, Stubhub, ebay und weitere. "Diese Anbieter sind NICHT von uns autorisiert und werden von uns auch nicht mit Karten beliefert".
Tickeltcorner fragte nach der Plattform (Gigsberg), um die Erstkäufer auf die Blacklist zu nehmen und somit zu sperren. Weiter schreiben sie dazu: "Leider gibt es unter den Ticketkäufer nicht nur Fans, sondern auch dreiste Geschäftemacher. Sie kaufen die Tickets bei Ticketcorner zwar zu regulären Preisen ein, verkaufen sie dann aber auf Online-Plattformen zu massiv überteuerten Preisen weiter. Leider wird in den Gesetzbüchern dieser Graumarkt toleriert, was ein rechtliches Vorgehen gegen diese Verkäufer nicht möglich macht."
Fazit: Augen auf beim Ticket-Kauf
Und manche Freundschaften bilden sich in kurzer Zeit - und bleiben bestehen. Nach über einem Jahr sind Nataliia und ich noch immer im fast täglichen Kontakt. Sie berichtet it von ihrem Leben in Kiew, wie man sich an Drohnen und Raketen gewöhnt, wie man abschätzt, ob man abwartet oder tatsächlich in den Keller flüchtet.
Nataliia Donets lebte einige Wochen bei mir. Mit zwei Hunden und kurze Zeit auch mit ihrer erwachsenen Tochter Lesia plus Katze.
Inzwischen sind sie längst wieder in Kiew zurück.
Nataliia hat in Kiew eine große, bekannte Ballettschule. Über ihre Flucht und den Weg von Kiew über sechs Länder nach Allensbach am Bodensee habe ich in meinem "Blog" (siehe obere Leiste) erzählt. Mittlerweile ist Nataliia meine ukrainische Berichterstatterin und lässt mich täglich am Leben in einer von russischen Raketen bedrohten Stadt teilhabenen. Wie unerschrocken viele der Menschen dort sind, wie sie ihre Nächte in Kellern verbringen, wie sie aber auch versuchen, dem Tag Normalität zu geben. Und wie sie inzwischen unterscheiden, ob ein Angriff eher harmlos ist - oder ob man sich wirklich in Sicherheit bringen muss. Ich bewundere ihren Mut und ihre Stärke!
2012 durfte ich schon einmal mit zur Bundesversammlung und einen neuen Bundespräsidenten wählen. Damals hatte mich (wie jetzt auch wieder) die CDU eingeladen - und nicht nur die Wahl an sich war spannend, sondern auch die vielen Begegnungen um die Wahl herum. Politiker, Sportler, Schauspieler, Wissenschaftler - alle zeigten sich für Gespräche aufgeschlossen. Eine wunderbare Gelegenheit, um interessante Menschen kennenzulernen und mal nachzufragen, was man schon immer wissen wollte ...
Bei der 15. Bundesversammlung 2012 habe ich Joachim Gauck gewählt und ihm dann auch herzlich gratuliert. Und im Plenarsaal saß ich neben Friedrich Merz, der damals für den weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock erfolgreich im Geschäft war und deshalb keinerlei Ambitionen für einen erneuten Politikeinstieg zeigte - sagte er mir damals.
In diesem Jahr stand nun also Frank-Walter Steinmeier zur Wiederwahl und zudem drei weitere Kandidaten zu Wahl, eine davon weiblich: Stefanie Gebauer, Astrophysikerin, und mit 41 Jahren gerade über die Altersbegrenzung von 40 Jahren (54 GG Abs.1) gehüpft. Und wiederum interessante Wahlmänner und Wahlfrauen - u.a. Alexander Gerst, Hansi Flick, Lisa Federle, Christian Streich, Leon Goretzka und Christian Drosten. Eine bunte MIschung.
Wie es war ... ist in meinem "Blog" nachzulesen.
Super mit meinem Großvater Karl Hauptmann in der Bunte zu sein. Leider ist er gestorben, bevor ich geboren wurde - aber in unserer Familie ist er sehr lebendig. Und jeder, der ein Gemälde von ihm hat, wird das auch so empfinden - denn seine Bilder leben. Und zwar nicht nur in Deutschland, sondern intnernational. Vor vielen Jahren habe ich für den SWR eine Dokumentation über ihn gedreht: Karl Hauptmann - und die Kunst zu leben. Und leben - das hat er verstanden. Mal in der Krachledernen in seinem "Molerhüsli" am Herzogenhorn, mal im Maßanzug in Venedig oder Florenz. Er war ein besonderer Mensch - einer, der gegen den Strom schwamm, einer, der Tiere und Pflanzen liebte, einer, der Anziehungspunkt für sehr viele Menschen war. Schön, dass er in der Bunte wieder aufleben durfte - dafür herzlichen Dank.
Mehr dazu in meinem Blog.