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Meine verfilmten Bücher - Auftakt Ein Buch zu schreiben ist die eine Sache, es nachher verfilmt auf der Leinwand zu sehen, die andere.
Für die meisten Schriftsteller ist es genauso spannend wie für die Leser, denn plötzlich werden Figuren lebendig, die bisher nur in der Fantasie existierten. Aber das ist natürlich auch genau die Gefahr, denn das Kino im Kopf ist mächtig. Wenn man einer Figur erst einmal ein Gesicht und eine Figur gegeben hat, ist es schwierig, sich an eine völlig andere Filmfigur zu gewöhnen und diese dann auch zu akzeptieren. Denn im Gegensatz zu Amerika, wo es häufig vorkommt, dass Schriftsteller gemeinsam mit Drehbuchautoren an dem entstehenden Film arbeiten, geben in Deutschland die Autoren mit dem Verkauf der Filmlizenz das Heft aus der Hand. Ich kann mich noch erinnern, wie sich Utta Danella aufregte, weil sie ihr Buch „Regina auf den Stufen“ nicht in ihrem Sinne umgesetzt fand. Ich arbeitete damals noch für den Radiosender SWF 3 und sprach sowohl mit ihr als auch mit dem Regisseur. Zwei Meinungen zu einem Thema, eine schwierige Situation. Trotzdem habe ich mich natürlich gefreut, als ganz schnell nach Erscheinen meines Romans „Suche impotenten Mann fürs Leben“ acht Filmangebote (fürs Kino) eintrafen. Gemeinsam mit dem Piper-Verlag nahm ich die diversen Angebote unter die Lupe. Das ist bei einer solchen Auswahl gar nicht so einfach – doch ein männlicher Mitbewerber katapultierte sich mit seiner Überheblichkeit selbst ins Aus. Ich weiß noch, wie er bei mir zu Hause anrief und mir erklärte, dass er der Einzige sei, der den Stoff umsetzen könne, Doris Dörrie sei in Amerika, Sönke Wortmann mit einer anderen Produktion beschäftigt, also bliebe nur er, wenn der Film etwas werden sollte. Ich fand, dass ein solcher Pfau nun gar nicht zu mir passte, und wartete ab. Kurz danach rief mich Regina Ziegler an. Ich saß mit meiner kleinen Tochter in einem Strandkorb am Timmendorfer Strand und ihr Anruf kam aus Los Angelos. Ich fiel deshalb fast aus dem Korb. Sie sagte mir, dass sie, falls sie den Zuschlag nicht bekäme, gern wüsste, woran es gelegen hätte, denn man lerne ja nie aus. Somit war sie im Filmgeschäft meine Frau – bis heute.
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