
Warum ein Jugendreiterbuch?
Mein allererstes Buch habe ich mir
als reitende Jugendliche selbst geschrieben. Damals gab es nur Heile-Welt-Ponybücher oder für ältere Jugendliche Bücher über
Pferdekrankheiten und "Wie verdiene ich mir die Sporen". Ich aber war sechzehn, voller Idealismus, war ehrgeizig, ritt täglich
mehrere Stunden, war verliebt und wollte das alles in einem Buch lesen. Mit achtzehn fing ich an daran zu schreiben, 1994
wurde es vom FN-Verlag verlegt: "Alexa - die Amazone" hieß es und bis heute schreiben mir junge Frauen, wie gern sie es noch
und immer wieder lesen. Und so haben wir uns auch dazu entschlossen, „Alexa“ in diesem Jahr wieder frisch überarbeitet aufzulegen.
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Mit viel Spaß und Erfolg in der Pony-Vielseitigkeit unterwegs: Valeska mit Andy |
Inzwischen ist meine Tochter selbst siebzehn Jahre alt, war im Bundeskader der Pony-Vielseitigkeitsreiter und durch sie bin
ich reiterlich wieder in meiner früheren Welt. Äußerlich hat sie sich verändert, doch der Kern ist gleich geblieben.
Es ist eben nicht nur die heile Welt, es passieren Dinge wie an anderen Stellen auch, wo es um Leistung, um Macht, um Geld geht, wo
die Konkurrenz Freundschaften zerstören kann und wo Neid zu bitterbösen Handlungen anstachelt. Aber es ist auch das Feld von gegenseitigem
Vertrauen, von Liebe zum Tier, von bedingungsloser Freundschaft und sportlicher Fairness. Beides gilt.
Mit meiner Tochter Valeska suche ich die Themen aus, und in den Geschichten verwenden wir ihre Sprache, ihre Ausdrucksweise und
die Art, wie sie handeln würde. So sind es durch mich als Sprachrohr die Bücher eines Teenagers für Teenager und somit, denke ich, recht
authentisch.
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Super! Diese Collage aus Valeska-Fotos hat sich Carla Lehle für ihr Jugendzimmer gebastelt |
Und das ist wohl auch das Besondere an unseren Büchern, wie uns unsere Leser immer wieder bestätigen. So schreibt Sarah Liese:
"Die Kaya-Bücher sind der Hammer. Jetzt habe ich den siebten Band gelesen und wollte wissen, wann es mit dem achten Band weitergeht. Leider
ist das Warten immer so anstrengend. Dann lese ich die Bände immer wieder und wieder. Ich finde die Bücher so toll, weil sie realitätsnah
geschrieben sind..."
Und Carla Lehle hat sich sogar hingesetzt und eine wunderschöne Collage aus Valeska-Fotos gebastelt - Valeska hat
sich riesig darüber gefreut, die Collage ausgedruckt und aufgehängt.
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Valeska und Ben Vogg überreichen dem scheidenden Baden-Württembergischen Landestrainer für Pony-Vielseitigkeit,
Rüdiger Rau, bei der Euro-Sichtung auf Gut Weiherhof als Dankeschön ein Lebkuchenherzl mit seinem Foto. |
Valeska ritt schon früh im Parcours und im Dressurviereck recht gut, war und ist ansonsten aber der typisch wilde Feger, der im Gelände
bevorzugt ohne Sattel über feste Hindernisse geht. Mit zehn Jahren bekam sie Sir Whitefoot, ein deutsches Reitpony, das gemeinsam mit ihr fast
alle Buchcover schmückt. Zu unserer Pferdefamilie gehören außerdem noch unser neunjähriger Trakehner Armageddon und derzeit im Beritt die 5jährige
Soquette, die Valeska ausbildet. Außerdem ein Teil von Brioso, einem rassigen andalusischen Zuchthengst, an dem wir beteiligt sind und der schon
mehrere Fernsehauftritte hatte (unter anderem in unserem ARD-Film "Hengstparade" mit Christiane Hörbiger). Der große Rest von Brioso gehört übrigens
Tina Trögl, die mehrere Hengste hat und den Kaya-Lesern als Trixi bekannt sein dürfte.
Andy, der uns das Schreiben der „Kaya“-Bücher durch den Eintritt in die „große“ Turnierwelt überhaupt erst ermöglich hat, ist im November 2005
dazugekommen. Er ist ein Pony aus Westfalen und mit ihm zusammen wurde Valeska doppelte Vize-Europameisterin in der Pony-Vielseitigkeit, einzeln und
in der Mannschaft – und zudem auch noch Deutsche Vize-Meisterin. Leider ist mit 16 Jahren das Pony-Glück vorbei, deshalb haben wir für den noch jungen
Andy einen Platz gesucht, wo er weiterhin glücklich und erfolgreich sein kann – diesmal bis zu seiner Rente...
Zu sehen sind Andy und Valeska als Titelbild auf Band 7: Kaya gibt alles.
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Valeska Hauptmann und Andy: Doppelte Vize-Europameister in der Pony-Vielseitigkeit, einzeln und mit der Mannschaft |
Andy war der Gentleman unter unseren Pferden. Wenn Sir Whitefoot der wilde Spring-ins-Feld ist und Armageddon der 18jährige Harley-Fahrer, der wild
in die Bar stürmt und entschlossen: „Wo sind die Mädels“ röhrt, dann ist Andy derjenige, der höflich: „Bitte nach Ihnen“ sagt. Dabei ist er, wie gesagt,
der erfolgreichste von allen. Mit seiner Vorbesitzerin Johanna Dörner war er bereits, bevor er zu uns kam, 2005 Deutscher Meister in der Pony-Vielseitigkeit.
Und wer die Kaya-Bücher liest, wird Jo mit Andy wiedererkennen.
Andy ist der totale Profi, ein liebenswertes, sensibles aber zugleich auch willensstarkes Kerlchen, der es seinem Reiter immer recht machen will.
Und das hat er mit Valeska bereits in ihrem gemeinsamen ersten Jahr bei den Deutschen Meisterschaften in Engersen (Platz 13) und ein später – wie schon
erwähnt - dreifach bewiesen:
Bei den Europameisterschaften der Pony-Vielseitigkeitsreiter in Freudenberg hat Valeska die Silbermedaille gewonnen und zwar gleich zweifach:
Sie wurde doppelte Vize-Europameisterin, sowohl einzeln als auch in der Mannschaft. Somit waren Valeska und Andy derzeit die Zweitbesten in ganz
Europa, wovon „Kaya“ profitieren wird, denn diese Erfahrung werden wir an unsere „Kaya-Leser/innen“ weitergeben. Es war so spannend wie ein Krimi –
Valeska und Andy lagen nach der Dressur auf dem 4. Platz und verbesserten sich durch einen unglaublich schnellen und fehlerfreien Geländeritt auf
den 3. Bei der dritten Disziplin, die bei einer Vielseitigkeit gezählt wird, dem Springen, ist es nun so, dass von hinten nach vorn gestartet wird.
Als derzeit Drittbeste mussten Valeska und Andy also fast bis zum Schluß des internationalen Reiterfelds warten und kurz vor ihrem Start schlug dann
mit einer dicken Gewitterwolke auch noch das Wetter um: Es fing heftig an zu regnen, was die Situation noch aufregender machte, aber Valeska schaffte
es, die Nerven zu behalten und legte mit Andy einen harmonischen und fehlerfreien Ritt hin. Schlussendlich lagen die beiden knapp hinter der Britin
Libby Soley mit Noble Springbok, die sowohl einzeln als auch mit ihrer Mannschaft Gold holten.
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Georgy arbeitet an Kaya mit, liest gerade schon mal das Manuskript |
Aber wirklich entscheidend war nicht der persönliche
Erfolg, sondern das Gefühl, im Team für einander dazusein. Sieg, Enttäuschung, Niederlage – alles wird gemeinsam ertragen und erlebt, jeder kämpft
und reitet für den anderen mit. Es war ein unglaubliches Erlebnis und dieses wärmende Gefühl der Kameradschaft wird bleiben, wenn die Silbermedaille
schon wieder vergessen ist.
Soweit zu unseren Ponys - ja, und dann gehören zu unserem privaten Zoo auch noch die Buntratten Prada und Gucci mit ihren Kindern (in „Ran an den Mann“ nachzulesen),
dazu unsere Schildkröte Toby, die 43 Jahre alt ist und im Sommer unser Zwergkaninchen Hoppeline mit ihrem Langohr-Freund Mümmel durch den
Garten jagt - beaufsichtigt von Georgy, unserem Kater, der uns vor drei Jahren zugelaufen ist.